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Forum Gesundheitsmanagement




Die Gesundheit der Mitarbeiter ist eine der wichtigen Grundlagen zur Bewältigung des demografischen Wandels insbesondere unter den Bedingungen einer fortschreitenden Rationalisierung. In vielen Unternehmen setzt sich die Erkenntnis durch, dass der demografische Wandel die bereits bestehenden gesundheitlichen Herausforderungen noch verschärfen wird und daher rechtzeitig Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit eingeleitet werden müssen. In der Diskussion im Forum „Gesundheitsmanagement“ wurde deutlich, dass der Fokus dabei nicht nur auf den älteren Mitarbeitern liegen darf, sondern alle Alterskohorten von den Maßnahmen profitieren müssen. Im Gesundheitsmanagement steht daher der präventive Ansatz im Vordergrund, ohne dass dabei kurative und nachsorgende Aspekte vernachlässigt werden dürfen. Die Perspektive richtet sich also auch auf den siebzehnjährigen Auszubildenden, der 50 Jahre im Unternehmen hohe Leistungen bringen, engagiert seine Arbeit verrichten und sich an Verbesserungsprozessen beteiligen  – sowie am Arbeitslebensende gesund in die Rente gehen soll.

Alle stradewari-Unternehmen haben sich mit dem Thema Gesundheit und Gesundheitsmanagement auseinander gesetzt und sehen dies auch als weitere wichtige Aufgabe für die Zukunft des Unternehmens. Trotz aller Unterschiede der stradewari-Unternehmen sind die Herausforderungen, die sich gerade im Bereich Gesundheitsmanagement stellen, bei den Unternehmen ähnlich gelagert. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa Mitte vierzig und in diesem Bereich befinden sich auch die Alterskohorten mit den höchsten Mitarbeiterzahlen. Diese „wandern“ bis zur Rente als mitgliederstärkste Kohorten durch die Altersstatistik der Unternehmen. Mögliche höhere Erkrankungszahlen dieser Kohorten im Laufe der Zeit machen die Notwendigkeit präventiver gesundheitsförderlicher Maßnahmen besonders deutlich. Hinzu kommt, dass es sich hier um erfahrene Mitarbeiter handelt, die das Unternehmen nicht einfach durch externes Personal ersetzten kann, wenn diese durch Krankheit oder Rente ausfallen.

Die Verteilung der Altersgruppen, deren Projektion in die Zukunft und die damit zu erwartenden Krankenstände bilden eine gute Grundlage für die innerbetriebliche Diskussion und Überzeugungsarbeit zum Thema demografischer Wandel und insbesondere für die Etablierung und Erweiterung eines Gesundheitsmanagements. Voraussetzung für die Etablierung und Erweiterung eines Gesundheitsmanagements ist ein entsprechender Auftrag der Geschäftsleitung, die durch betriebliche Argumente gewonnen werden muss. Zudem ist die langfristige betriebsöffentliche Unterstützung durch das Management und die Geschäftsleitung für das Thema Gesundheit und für das Gesundheitsmanagement besonders wichtig. Dies erleichtert dem Gesundheitsmanagement den Zugang zu Führungskräften und Mitarbeitern und hilft, die ggf. auftretenden Widersprüche zwischen gesundheitlichen und operativen Zielen zu vereinbaren.

Führungskräfte sind für die Durchführung von Maßnahmen des Gesundheitsmanagements der Dreh- und Angelpunkt. Sie können die Maßnahmen des Gesundheitsmanagements fördern oder behindern. Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass die Verantwortung für die Gesundheitsförderung jedoch nicht allein bei ihnen liegen darf, sondern eine Aufgabe des gesamten Unternehmens ist. Auf den Führungskräften lasten einerseits die betrieblichen Vorgaben und Ziele und andererseits die Verantwortung für die Gesundheit der ihnen unterstellten Mitarbeiter. Diese Anforderungen können widersprüchlich sein und von den Führungskräften häufig nur in die eine oder andere Richtung voran getrieben werden. Um die Widersprüche möglichst zu verhindern oder zumindest bewältigbar zu machen, ist die Etablierung einer Gesundheits- oder Präventionskultur notwendig. Dabei ist die Gesundheit der Beschäftigten ein integraler Bestandteil des betrieblichen Handelns und Entscheidens in allen Fachabteilungen und Hierarchiestufen.

 

Redner:

Judith Hennemann, Continental Teves AG & Co. oHG (Conti)
Normen Habel, John Deere Werke Mannheim (JDWM)

Moderation und Protokoll:

Stephan Hinrichs, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Förderung

Europäische Union
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt