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Demografiefeste Organisationsgestaltung

Die KG Deutsche Gasrußwerke GmbH & Co. in Dortmund entwickelten ihr Unternehmen in Richtung einer prozessorientierten Organisation. Viele wichtige Entscheidungen werden nicht mehr auf hierarchischem Wege gefällt, sondern in bereichsübergreifenden Teams, in denen alle Beschäftigten von den Werkern bis hin zu Führungskräften zusammenarbeiten. Die neue Organisationsstruktur erhöht die Wirtschaftlichkeit, denn Abstimmungsprozesse zwischen den Bereichen werden erleichtert und verkürzt. Die Mitarbeiter bringen viele eigene Ideen zur Verbesserung der Prozesse ein.

Der Organisationswandel ist stark werteorientiert. So wurde von allen Betriebsangehörigen ein Leitbild erarbeitet, bei dem Unternehmensbelange ebenso wie die Bedürfnisse der Gruppen und einzelnen Mitarbeiter zur Geltung kommen.

Die Veränderungen im Unternehmen tragen alternsbedingten Änderungen in der Belegschaft Rechnung, indem lebenslanges Lernen im Prozess der Arbeit gefördert und der Erfahrungsschatz älterer Mitarbeiter in einer Kultur der Wertschätzung aufgegriffen und genutzt wird.

Die Maßnahmen der Organisationsentwicklung wurden Ende 2012 mit einem Preis ausgezeichnet. Die Antidiskrimierungsstelle des Bundes, die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände verliehen den DGW den zweiten Preis für seine altersgemischten und abteilungsübergreifenden Teams sowie die positive Einstellung zum Alter.

Auch nach Projektende bleiben die deutschen Gasrußwerke in Punkto Entwicklung einer alternsgerechten, prozessorientierten Organisation am Ball. Sie werden im Sommer 2013 zusammen mit dem Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund ein Projekt zum Gesundheits- und Teammanagement mit Schichtarbeitern durchführen.

Lesetipps

  • Der Wettbewerb zwingt Unternehmen dazu, Produktivität, Qualität und Flexibilität in einem Zug zu realisieren. Technik allein hilft da nicht weiter. Im Beitrag von Dr. Andreas Hinz erfahren Sie am Beispiel des OE-Prozesses bei den DGW, wie Arbeit verantwortungsvoll und attraktiv gestaltet und damit die Organisation vorangebracht werden kann.
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  • Ein Organisationsentwicklungsprojekt, wie das der DGW, verändert naturgemäß permanent seine Gestalt. Einen Überblick über den aktuellen Stand können Sie sich in der Dokumentation des Entwicklungsprojektes verschaffen.
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  • Wie lassen sich betriebliche Rationalisierung und die Auswirkungen des demografischen Wandels zusammen bringen? Eine kompakte Darstellung des Projekts stradewari mitsamt seiner Teilprojekte finden Sie im Artikel von Dr. Sven Rottinger aus der Zeitschrift für angewandte Arbeitswissenschaft.
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Buchpublikation

Rationalisierungsstrategien im demografischen Wandel - Die gleichnamige Veröffentlichung zum Projekt stradewari ist nun im Handel erhältlich. Informationen zum Buch

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Konferenz

Abschlusskonferenz von stradewari fand am 8. Mai 2013 bei den John Deere Werken in Mannheim statt.

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Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Europäische Union
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt