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Steuerungskonzept demografischer Wandel

Die John Deere Werke Mannheim entwickelten ein Steuerungskonzept demografischer Wandel. Dabei ging es nicht darum grundlegend neue Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen zu etablieren. Vielmehr lief das Projekt auf eine Systematisierung und den Ausbau der vorhandenen und in der Praxis erprobten Ansätze zur demografiefesten Gestaltung der Organisation hinaus. In diesem  Zusammenhang wurden diejenigen betrieblichen Kräfte, die auf Demografie relevanten Handlungsfeldern bereits tätig waren miteinander vernetzt. Damit sollten die Wirksamkeit der Demografieaktivitäten verbessert und deren Nachhaltigkeit gewährleistet werden.

Die John Deere Werke konnten zahlreiche „gute Praktiken“ demografiefester Arbeit in das stradewari-Projekt einbringen. Im Zentrum standen dabei Gestaltungslösungen aus der Gruppenarbeit. Zu nennen ist die Kompetenzentwicklung aller Mitarbeiter durch eine systematische und verbindliche Rotationspraxis. Auch werden mit ihren Kompetenzen und Ideen in die Arbeitsorganisation und -gestaltung eingebunden. So enthielten die KVP-Maßnahmen Arbeitsschutzprojekte als verbindliche Aufgabenbereiche.

Darüber hinaus führte das Unternehmen Projekte für die Zielgruppe älterer bzw. leistungsgewandelter Mitarbeiter durch. Mit Hilfe einer gesundheitsförderlichen und zugleich leistungsfähigen Arbeitsorganisation wird die Gruppenarbeit an die Leistungsvoraussetzungen älterer Mitarbeiter angepasst. Eine weitere Maßnahme befasste sich mit der Integration leistungsgewandelter Mitarbeiter, die beim Aufbau ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt werden, um an den alten Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Wichtige Grundlagen für die vielfältigen Aktivitäten bilden ausgebaute Dokumentationssysteme, die beständig ausgebaut werden. Über Altersstrukturanalysen und Daten zu Leistungseinschränkungen hinaus, entwickelt John Deere angeregt durch den stradewari-Partner Continental eine Ergonomie-Landkarte.

Lesetipps

  • Wenn Sie einen grün-gelben Traktor auf Deutschlands Straßen oder Feldern sehen, wurde er wahrscheinlich von den John Deere Werken Mannheim gebaut. Tag für Tag werden dort etwa 200 Einzelstücke in höchster Präzision montiert – maximal 30 Tage dauert es von der Bestellung bis zur Auslieferung. Grundlage für den Erfolg sind die hervorragend qualifizierten Mitarbeiter, die die komplexen Montagevorgänge mit hoher Eigenverantwortung in hochleistungsfähigen Teamstrukturen bewerkstelligen. Welche Rahmenbedingungen dafür nötig sind, verrät Normen Habel von John Deere gegenüber dem RKW Magazin.
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  • Rasche Veränderungen auf den Märkten erfordern dezentrale und flexible Organisationsformen statt starrer Hierarchien. Die Anforderungen an Zusammenarbeit und Kommunikation steigen, um reibungsarme Wertschöpfungsprozesse und Innovationen zu ermöglichen. Dabei sind die Beschäftigten mit ihren Kompetenzen und ihrer Bereitschaft zum Engagement gefordert.
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  • Wie lassen sich betriebliche Rationalisierung und die Auswirkungen des demografischen Wandels zusammen bringen? Eine kompakte Darstellung des Projekts stradewari mitsamt seiner Teilprojekte finden Sie im Artikel von Dr. Sven Rottinger aus der Zeitschrift für angewandte Arbeitswissenschaft.
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Buchpublikation

Rationalisierungsstrategien im demografischen Wandel - Die gleichnamige Veröffentlichung zum Projekt stradewari ist nun im Handel erhältlich. Informationen zum Buch

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Konferenz

Abschlusskonferenz von stradewari fand am 8. Mai 2013 bei den John Deere Werken in Mannheim statt.

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Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Europäische Union
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt