Demografiefestes Produktionssystem

Die Gestaltung seines Produktionssystems entscheidet maßgeblich über die Wettbewerbsposition eines Unternehmens. Vor dem Hintergrund steigender Qualitäts-, Kosten-, Flexibilitäts- und Serviceanforderungen stehen in den letzten Jahren insbesondere zwei Dinge im Vordergrund:
Eine durchgängige Prozessorientierung und die Eliminierung jeglicher Verschwendung - nach dem Vorbild des Toyota-Produktionssystems vielfach in Form ganzheitlicher Produktionssysteme (GPS).
Wie ein Produktionssystem ausgestaltet sein muss, um die notwendige Veränderungs- und Innovationsfähigkeit auch unter den Bedingungen des demografischen Wandels sicherstellen zu können, ist Frage dieses Teilprojektes. Wie sind die Elemente eines Produktionssystems im Hinblick auf ein demografiefestes Arbeitssystem an sich ändernde Belegschaftsstrukturen anzupassen?
Vor diesem Hintergrund überprüfen die John Deere Werke Mannheim im Rahmen von stradewari zunächst ihre bestehenden demografierelevanten Prozesse, Instrumente und Maßnahmen. Anschließend wird das Bestehende weiterentwickelt, gebündelt und mit weiteren organisatorischen bzw. personalpolitischen Lösungen kombiniert. Die demografiefeste Gestaltung des Produktionssystems wird ergänzt durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und eine alternsgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze.
Lesetipps
- Wenn Sie einen grün-gelben Traktor auf Deutschlands Straßen oder Feldern sehen, wurde er wahrscheinlich von den John Deere Werken Mannheim gebaut. Tag für Tag werden dort etwa 200 Einzelstücke in höchster Präzision montiert – maximal 30 Tage dauert es von der Bestellung bis zur Auslieferung. Grundlage für den Erfolg sind die hervorragend qualifizierten Mitarbeiter, die die komplexen Montagevorgänge mit hoher Eigenverantwortung in hochleistungsfähigen Teamstrukturen bewerkstelligen. Welche Rahmenbedingungen dafür nötig sind, verrät Normen Habel von John Deere gegenüber dem RKW Magazin.
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- Rasche Veränderungen auf den Märkten erfordern dezentrale und flexible Organisationsformen statt starrer Hierarchien. Die Anforderungen an Zusammenarbeit und Kommunikation steigen, um reibungsarme Wertschöpfungsprozesse und Innovationen zu ermöglichen. Dabei sind die Beschäftigten mit ihren Kompetenzen und ihrer Bereitschaft zum Engagement gefordert.
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- Wie lassen sich betriebliche Rationalisierung und die Auswirkungen des demografischen Wandels zusammen bringen? Eine kompakte Darstellung des Projekts stradewari mitsamt seiner Teilprojekte finden Sie im Artikel von Dr. Sven Rottinger aus der Zeitschrift für angewandte Arbeitswissenschaft.
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